Die Ems

Auf 371 km beschreitet die Ems ihren Weg von der Quelle in Ostwestfalen-Lippe, Naturschutzgebiet Moosheide, Nordrhein-Westfalen, bis zur Mündung in die Nordsee zwischen Pilsum, Niedersachsen und Eemshaven (Niederlande).

Die Ems lässt sich in folgende Abschnitte unterteilen:

  • Obere Ems (Quelle – Emswehr Hanekenfähr bei Lingen)
  • Mittlere Ems (Emswehr Hanekenfähr bei Lingen – Wehr Herbrum bei Papenburg)
  • Untere Ems (Wehr Herbrum bei Papenburg – Mündung)

Durch die Anbindung an die Nordsee ist der untere Teil der Ems von Ebbe und Flut geprägt. Wegen dieses Gezeiteneinflusses wird dieser Abschnitt der Ems auch Tideems genannt.

Besonders die Tideems befindet sich, im Vergleich zu den anderen Abschnitten der Ems, in einem schlechten ökologischen Zustand. Sauerstoffmangel, erhöhte Salzgehalte und Schlickeintrag sind die Hauptprobleme, die zu einem Rückgang gewässertypischer Lebensräume führen. Das Ziel des Projektes „Zukunftsperspektive Tideems“ ist, den ökologischen Gewässerzustand der Tideems zu verbessern. Erfahren Sie mehr über das Projekt „Zukunftsperspektive Tideems“.

Durch den anthropogenen Eingriff hat sich das natürliche Gleichgewicht der Gezeiten in der Ems verschoben. Der Flutstrom ist durch die Begradigung und Vertiefung der Ems verstärkt, welches zu einem weiterreichenden Salzwassereintrag sowie zu einem erhöhten Schlickeintrag in die Ems führt. Im Vergleich zum Flutstrom ist der Ebbstrom hingegen weniger stark, sodass der eingetragene Schlick nicht wieder vollständig Richtung Nordsee abtransportiert werden kann – ein Ungleichgewicht, das über die Zeit zur Verschlickung der Ems führt.

Ein weiteres Problem ist ein erhöhter Nährstoffeintrag durch die Betreibung intensiver Landwirtschaft. Die übermäßige Verwendung von industriell hergestellten Düngemitteln führt zu einer Überdüngung (Eutrophierung) der Gewässer. Näheres über das Thema finden Sie hier. Eine Überdüngung bringt eine weitere Sauerstoffzehrung mit sich, so dass das Sauerstoffproblem zusätzlich verstärkt wird.